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Argentinien erneuert Umschuldungsangebot an Holdouts

Im Streit mit einer von NML Capital angeführten Gruppe von Hedge-Fonds hat die argentinische Regierung die Offerte an die Gläubiger erneuert. Man biete ihnen an, die von diesen gehaltenen Anleihen zu ähnlichen Konditionen wie in der letzten Umschuldungsrunde 2010 umzutauschen. Das US-Finanzunternehmen, das argentinische Anleihen zu sehr geringen Preisen nach der Wirtschaftskrise 2002 angekauft hatte, hatte nicht an den Umschuldungen 2005 und 2010 teilgenommen und stattdessen versucht, den gesamten Wert der Anleihen auf dem Rechtsweg einzuklagen.

Mit dem neuen Angebot werden den Gläubigern wie schon 2010 zwei Bond-Typen angeboten: Der Bono Par, der für Halter von Anleihen in einem Wert von bis 50.000 Dollar ausgegeben wird und keinen Kapitalschnitt vorsieht, und den Bono de Descuento, der einen Abschlag von 66,3 Prozent vorsieht. Der Bono Par wird mit Zinsen von 2,35 bis 5,25 Prozent bis 2038 zurückgezahlt, während der Bono de Descuento 8,25 Prozent Zinsen und eine Rückzahlung bis 2033 anbietet. Im Unterschied zur Umschuldung 2010 wird den Gläubigern jedoch zusätzlich die Zahlung der seit 2003 fälligen Zinsen sowie von den so genannten "Cupones PBI" angeboten, die eine Zahlung generieren, wenn Argentinien ein Wirtschaftswachstum von mehr als drei Prozent erzielt.

Der Konflikt mit NML Capital hatte Argentinien Ende des letzten Jahres an den Rand des Zahlungsausfalls gebracht, als ein New Yorker Richter anordnete, die argentinischen Zahlungen an Gläubiger, die an den Schuldenschnitten 2005 und 2010 teilgenommen hatten, so lange zurückzuhalten, bis die Anleihen von NML bedient worden seien. Ein Berufungsgericht hatte diesen Beschluss jedoch bis zur Lösung des Konflikts auf Eis gelegt.

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